Reisen

Technik

Review: Spire PowerCube 210


PowercubeDer Spire PowerCube 210B, ist mal wieder eines der Produkte das zwar sehr gut ist aber sich dennoch die Frage "Wieso?" aufdrängt.
In diesem Speziellen Fall geht es um die Nieten. Doch dazu an anderer Stelle mehr.

Erst einmal ein paar Eckdaten:

Formfaktor:Mini-ITX
Formfaktor Netzteil:SFX
Externe Schächte:1x 5,25" und 1x 3,5"
Interne Schächte:Keine
Farbe:Schwarz (Piano Lack)
Maße:34.5 x 13.5 x 22 cm
Gewicht:ca. 3 kg
unver. Preis:54,95 €
Material:0,6mm SGCC Stahl
Features:Front USB 2.0 und Audio
Lüfterkeine, auch nicht explizit vorgesehen

Herstellerlink

Der PowerCube 210B ist ein Mini-ITX Gehäuse welches stehend oder liegend verwendet werden kann. Es ist ausreichend Hoch um die eine Erweiterungskarte mit Normalen Profil unter zu bringen und Lang genug um Karten von gut 28cm länge unter zu bringen. Diese Möglichkeiten sind bei ITX Gehäusen keine Selbstverständlichkeit. Für gewöhnlich können nur Gamer oriente Gehäuse wie z.B. das Coolermaster Elite 130 oder Sharkoon Shark Zone C10 da mit halten. Doch das besondere am PowerCube sein dabei deutlich geringes Volumen von ca. 9,8 Liter und damit ist es kleiner als seine Brüder.  Vom Aufbau und seinen Dimensionen her ist es sehr ähnlich dem Thermaltake Element Qi, welches sogar noch mal 8mm flacher ist. Zu meinem Glück habe ich aber den Powercube, denn diese paar Milimeter unterschied waren nötig da der Stromanschluss der verwendeten Grafikkarte nach oben raus ging.

Leider bringt diese geringe Größe auch einen negativen Aspekte mir sich. Das größte Problem ist das es keine Dualslot Karte fassen kann und damit für den Durchschnittspieler schon uninteressant.

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gehäuses ist besser als ich es in der Preisklasse erwartet hätte. Das Blech ist zwar wie gewohnt dünn aber dennoch weißt es eine hohe Stabilität auf und Verzieht auch nicht. Auch hatte ich keine Probleme mit scharfen Kanten.

Alle Teile sind vernietet. Das Gehäuse hat überaschenderweise sogar ein extra Mainboard Tray, was für Gehäuse der unteren Preisklasse eher selten ist. Doch nun kommen wir zu der "Wieso?" Frage. Wieso baut ein Hersteller einen Mainboard Tray ein und vernietet diesen dann Fest? So lässt sich dieses Gehäuse mit 4 kleinen Bohrungen deutlich aufwerten.

Kühlung

Das gehäuse selbst verfügt über keine eingebauten Lüfter und auch über keine Befestigung für diese. Dennoch kann man von einem halbwegs geplanten Lufstrom ausgehen, da es auf der Rechten Seite (von der Front aus betrachtet) ein Lochraster hat, auch sind die Löcher geeignet um sie für die Verschraubung von 2x 80mm Lüftern zu missbrauchen. So kann (je nach Ausrichtung des Netzeillüfters) Luft von hinten angesaugt, über den CPU Kühler geleitet und rechts wieder herausgepustet werden - oder umgedreht. Das ganze hat nur ein Manko, die Grafikkarte bekommt dabei kein laues Lüftchen. Vorrausgesetzt man findet noch eine singleslot Grafikkarte so kann diese ihre von nirgendwo Luft ziehen, da auf der linken Seite leider kein Lochraster vorhanden ist. An dieser Stelle könnte man mit einigen Bohrungen zwar nach helfen, aber ein ganzes Raster zu bohren wird dann doch irgendwann lästig.

Also, warum habe ich das Gehäuse gekauft wenn keine Dualslot Karte rein passt und Slotlose Gehäuse doch so viel kleiner sind?

Um es mit einer Wasserkühlung zu versehen! Das klingt bei einem so kleinen Gehäuse zwar nach einer Herausforderung, ermöglicht jedoch die Verwendung einer High-End Grafikkarte. Da Wasserkühler für Grafikkarten wesentlich weniger Platz brauchen, wird aus der Karte eine Singleslot Karte. Doch dazu mehr in dem Buildprojekt.


 




by moeren